Mittwoch, 06.09.2017 19:30 Uhr

Landespfarrer Tobias Treseler berichtet über Gegenwart und Zukunft (bis 2030) der Lippischen Landeskirche.

Die Männerunde hatte HerrnTreseler eingeladen und die ganze Gemeinde zu diesem Gemeindeabend

Leider kamen nur elf alte Bekannte zu diesem brisanten Thema. Tobias Treseler begrüßte uns alle noch mit Namen, war er doch 1993 ein Jahr Vikar in Blomberg. 

 

Treseler erläuterte das Plakat zum Jubiläumsjahr:
Lippe feiert (nicht nur die Kirchengemeinden, sondern alle Lipper (Landrat, Städtische Museen, Chöre, Katholische Kirche, Sportvereine, Heimatbund  Landesverband usw.)

Bisher wurden in drei öffentlichen Anhörungen nur Stimmen laut, Erhalten, Schwerpunkte setzen, diese vertiefen
(Siehe auch Seite 12 (Schlusspunkt) ).

Der Demographische Wandel zeigt sich auch in Lippe. Er ist keine Katastrophe, aber zu berücksichtigen!

Auch in Blomberg sind die Konfirmierten Zahlen von über 30 pro Jahr auf 7 bis 9 Konfirmierte geschrumpft.

Die Jugendlichen sind heute durchaus religiös. Sie fragen: Wo komme ich her, wohin gehe ich, was ist mein Sinn im Leben?
Sie suchen in allen  Religionen nach Antworten, halten aber von der Institution Kirche wenig.

 

 

In Lippe sind noch viele Jugendlichen in Werken beheimatet:
 CVJM, MBK usw.

 

Ein Drama bildet der Pfarrernachwuchs!

Waren zur Zeit des Studiums des Referenten noch 120 Kandidaten aus Lippe beim Landeskirchenamt gemeldet, machen z. Z. jährlich nur 1 (bis2) Theologen aus Lippe Examen.

Damals wurden viele Theologen mit 57 Jahren frühpensioniert, um der Jugend eine Chance zu geben. Diese werden in den nächsten Jahren pensioniert

Der Trend ist nicht zu übersehen. Viele Pfarrer haben nur ein halbe Stelle in einer Gemeinde, zusätzlich 25% Stellen in Nachbargemeinden.

Wir Lutheraner in Blomberg können uns noch glücklich schätzen mit der ganzen Pfarrstelle von Pfarrer Deppermann!

Noch sprudeln die Steuereinnahmen, 

aber in den nächsten Jahren kann es schnell anders werden?!

 

Z. Z. fließen 30 % der Gelder in die Besoldung und Versorgung der Pfarrer.

38% gehen an die Gemeinden selbst. (links)

Der Rest verbleibt bei der Lippischen Landeskirche. (oben)

Den Lippischen Kommunen ergeht es nicht viel anders.

Den anderen Landeskirchen in der Bundesrepublik ergeht es ebenfalls ähnlich.

In Hessen zahlt man bereits Theologiestudenten ein Gehalt 
(Auf Darlehnsbasis).

 

 

Pfarrer Tobias Treseler ist nicht resigniert. Es gibt so viele positive Dinge im Kirchlichen Raum.

Besonders erfreut ist er über die Tatsache, dass in der

 Rechtfertigungslehre 

sowohl die lutherische als auch katholische Kirche 
seit 1999 Übereinstimmung erreicht haben. 
In diesem Jahr stimmt auch die reformierte Kirche zu!

Der Grund für Luthers Streit mit der Amtskirche 
ist damit entfallen und alle können gemeinsam 500 Jahre Reformation feiern!

Wir danken 

Pfarrer Tobias Treseler 

für diesen Abend!

 

 


 

Zurück zur Startseite